Crossalps 2009

Mittwoch, Juli 15, 2009 16:05

Vergangenes Wochenende stand wieder eine größere sportliche Herausfordung an – die Crossalps 2009.

Ziel für die Teilnehmer ist es, in 33 Stunden so weit wie möglich vom Startpunkt weg und auch wieder zurückzukommen. Die erlaubten Fortbewegungsmittel sind dabei nur auf einen Gleitschirm und die eigenen Füße beschränkt. Die Route selbst und der Wendepunkt kann dabei von jedem Athleten selber bestimmt werden. Einzige Voraussetzung – 20% der Gesamtstrecke müssen geflogen werden.

Start und Ziel des Bewerbs war Grainbach (GER) am Fuße der Hochries (zwischen Rosenheim und Kufstein).

Da der Bewerb in für mich unbekanntem Gebiet stattfand, war eine ordentliche Routenplanung unumgänglich. Also wurden fleißig Landkarten studiert, Wegpunkte gesammelt und diese ins GPS eingetippt.

Der Wetterbericht für das Wochenende war eher schlecht und so konnte man sich psychisch schon auf lange Fußmärsche einstellen.

Pünktlich zum Start am Samstag um 8.00 Uhr früh fing es dann auch an zu regnen. Und so spazierten meine zwei Kollegen und ich im Regen-Poncho und mit Gleitschirm auf dem Rücken unserer geplanten Route folgend Richtung Süden. Nach drei Stunden erreichten wir völlig durchnässt das Kranzhorn, von wo wir dann Richtung Süden ins Inntal fliegen wollten. Anhaltender Regen und dichter Nebel verhinderten aber jeglichen Flugversuch. Erst nach 3 Stunden wurden die Bedingungen besser und wir konnten einen Start wagen. Dank GPS konnten wir durch die Restbewölkung hindurchnavigieren bis wir weiter südlich im Inntal wieder freie Sicht hatten. Nach dem kurzen Flug stand auch schon wieder marschieren auf dem Programm. Dem Inn folgend nach Kufstein, von dort auf der Bundesstraße weiter nach Söll, meistens im Regen…

Nach einem kurzen Imbiss beschlossen wir, noch am Abend die 1000 Höhenmeter auf die Hohe Salve in Angriff zu nehmen, um dann am nächsten Tag -so früh wie möglich- wieder Richtung Kufstein abgleiten zu können.

Glücklicherweise war die Hütte auf der Hohen Salve spätabends noch geöffnet und wir bekamen noch etwas Warmes zu essen, bevor wir uns für 4 Stunden ausruhen konnten.

Am nächsten Morgen um 5 Uhr war wieder alles voller Nebel. Aber runter zu gehen war die schlechteste Variante und so beschlossen wir doch die Gleitschirme fertig zu machen und zu fliegen. Grundsätzlich ists natürlich keine gute Idee in einem unbekannten Fluggebiet im dichten Nebel zu starten, aber mit Hilfe unserer GPS-Geräte konnten wir leicht vom wolkenumhüllten Berg Richtung Kufstein wegnavigieren.

Den Gleitwinkel unserer Schirme voll ausnutzend landeten wir auf einer kleinen Wiese nördlich von Söll und marschierten dann den ganzen Weg, bei Kufstein vorbei, wieder zurück um gerade noch rechtzeitig vor Ende der 33-Stunden-Frist wieder in Grainbach anzukommen.

Als Belohnung für die Anstrengungen (insgesamt 87km zu Fuß) gabs im Ziel ein feines Weißbier und den 5. Platz in der Gesamtwertung.

Sie können einen Kommentar verfassen, oder Trackback von Ihrer Seite hinterlassen.

Kommentar