Apple: Patent gegen Entsperrung von iPhones angemeldet
Dienstag, August 24, 2010 8:53
Quelle: spieledb.com
Seit Juli diesen Jahres ist die Entsperrung bzw. das “Jailbreaken” von iPhones in den USA legal. Für Apple bedeutet dies, dass Nutzer die Firmware insofern manipulieren dürfen, um z.B. SIM-Sperren aufzuheben oder alternative Applikationen zu installieren, die nicht über das App Store heruntergeladen wurden. Dies ist Apple scheinbar ein Dorn im Auge. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen nun ein neues Patent veröffentlicht, welches dieses Problem aus dem Weg räumen könnte.
Das in der Szene bereits “Jailbreak-Killer” genannte Patent basiere auf der Remote-Löschfunktion von iPhone-Daten. Dies erlaubt es Apple, eventuelle Schadsoftware von zentraler Stelle aus auf den Geräten löschen zu können. Diese Technologie soll nun auch die unautorisierte Nutzung eines Geräts verhindern können – anhand von Stimmerkennung, SIM-Karten-Manipulation, Herzfrequenzanalyse oder durch veränderte Anwendungs-Abläufe. Sollte das System solche Unregelmäßigkeiten erkennen, können Fotos aus der Umgebung versendet, der rechtmäßige Nutzer über die GPS-Daten informiert oder alle persönlichen Daten vom Gerät entfernt werden.
Problem für viele Szenekenner: Sollte die Technologie einen “Jailbreak” als unautorisierten Eingriff ins System oder das Entfernen der Providersperre als SIM-Karten-Manipulation interpretieren, könnte das iPhone prompt gesperrt werden. Dieser Schachzug scheint aufgrund der Legalisierung vom Juli 2010 jedoch als eher unwahrscheinlich.





