Trend: Konsumelektronik gefragt wie nie

Donnerstag, September 2, 2010 9:16

Es scheint, die Branche der Konsumelektronik ist eine der ersten, die das Jahr 2009 ohne größere Verluste überstanden hat und sogar wieder wächst. Die Erlöse sollen in diesem Jahr um rund 2,5 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro steigen. Somit wird dieses Jahr jeder Haushalt durchschnittlich 636 Euro für Konsumelektronik ausgeben. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass jeder zweite Euro davon in die Taschen von TV-Geräte-Herstellern fließt. In der Gunst der Konsumenten folgen auf den Fernseher Digitalkameras, Spielkonsolen und Settop-Boxen, sowie Autonavigationssysteme.

Zehn Millionen Fernsehgeräte sollen dieses Jahr abgesetzt werden – so viele wie nie zuvor. Dabei könnten Kunden nicht nur ihre alten Röhrenfernseher gegen z.B. TFTs austauschen, sondern sich auch für 3-D-Fernseher und Geräte mit Internetanschluss entscheiden. Doch diese Trendthemen scheinen noch nicht wirklich ausgereift. Für einen Massenerfolg von 3-D-TV z.B. fehlt es noch an Standards und Inhalten. Auch bei den Internet-Angeboten ihrer TV-Geräte arbeiten viele Hersteller an eigenen Lösungen, so dass es am Ende eine Vielzahl verschiedener Lösungen geben könnte. Man sollte sich also sehr gut überlegen, ob man mit seiner Kaufentscheidung die richtige Wahl für die Zukunft getroffen hat.

Vielleicht wird sich auch bei Fernsehgeräten ein Markt für Apps entwickeln, wie er bei Smartphones schon lange üblich ist. Hier musste sich das iPhone in den USA erstmals von der Konkurrenz geschlagen geben, da im zweiten Quartal mehr Handys mit dem Google-Betriebssystem Android verkauft wurden als dem von Apple. Zusätzlich will Microsoft Ende des Jahres den Konkurrenten mit seinem neuen Betriebssystem Windows Phone 7 entgegentreten. Zu erwähnen: Insgesamt verzeichneten die Smartphone-Hersteller ein Umsatzplus von 102 Prozent. Jedes dritte verkaufte Handy ist hierzulande ein Smartphone, die Aussichten dieser Branche scheinen daher gut.

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