Urheberrechtsabgabe für Speicherkarten und USB-Sticks kommt in Kürze
Donnerstag, Juli 16, 2009 12:50Laut dem Branchenverband Informationskreis Aufnahmemedien (IM) haben Hersteller und Importeure von Speicherkarten und USB-Sticks einer Einigung mit den Verwertungsgesellschaften über eine Vergütungspflicht ihrer Produkte zugestimmt. In dem Branchenverband sind Firmen wie Fuji, Hama, Imation, Intenso, Kodak, Maxell, Panasonic, Philips, Sony und Verbatim vertreten.
Für die Speicher ist in Zukunft unabhängig von ihrer Kapazität ein Vergütungssatz von 10 Cent pro Stück zu zahlen. Weit weniger als Gerüchte in den Medien noch vor kurzem verlauten ließen: Dort hieß es, es sei 1 Euro pro Stück zu zahlen. Speicherkarten sowie USB-Sticks und Festplatten, die für Privatkopien genutzt werden, waren bisher nicht abgabepflichtig, was sich ab jetzt, mit dem neuen Urheberrechtsgesetz, ändert. Die Preiserhöhung wird anfangs von der Firma gezahlt, die die Produkte in den Verkehr bringt. Letztendlich bleibt die Preiserhöhung jedoch am Endkunden hängen, da diese in den Endkundenpreis einkalkuliert wird.
Bislang hatte Bitkom-Urheberrechtsexpertin Judith Lammers die Forderungen der Verwertungsgesellschaften als “abstrus” bezeichnet. Doch nun scheint die Einigung geglückt. “Mit diesem Ergebnis ist es beiden Seiten erstmals gelungen, das neue Vergütungssystem in vernünftiger Art und Weise in die Praxis umzusetzen”, sagte Rainald Ludewig, IM-Vorsitzender und Chefjustiziar bei Panasonic.





