Multimedia & Technik

Elektronik & Familie – Kinder & Technik

Technik und Unterhaltungselektronik im Haushalt sind innerhalb der Familie häufig ein Streitthema. Der Nachwuchs wird vor dem Fernseher geparkt, der Ehegatte ist den ganzen Abend lang am Zocken, und die Dame des Hauses verliert sich in stundenlangen Handy-Chats mit der besten Freundin, während der Onkel sich mit dem Nachbarn an der Wii austobt … Aber Unterhaltungselektronik kann auch sinnvoll eingesetzt werden – wenn man die Geräte nämlich nicht benutzt, um Zeit totzuschlagen, sondern die tatsächlichen Möglichkeiten ausschöpft.

Konsolen und Lernen
Spielkonsolen taugen nicht nur für Ballerspiele und Egoshooter, sondern können noch viel mehr. Software zum Sprachenlernen, Zeichen- und Bildbearbeitungsprogramme sowie Lernsoftware für Schüler laufen inzwischen nicht nur auf dem PC (und in seltenen Fällen dem Mac), sondern eben auch auf der Nintendo DS, dem V-Tech, der Playstation und anderen Konsolen. Für Familien ist das insofern attraktiv, als dass ein sinnvoller Umgang mit Unterhaltungselektronik in diesem Fall sehr leicht mit aktuellen Lernzielen, mit Hobbys außerhalb von Computer und Spielen verbunden werden kann. Die meisten Programme, die Lernziele mit realem Wert anbieten, lassen sich nicht in der Gruppe, sondern alleine bedienen. Allerdings können verschiedene Accounts angelegt werden, so dass Geschwister, Freunde, Eltern etc. durchaus gemeinsam und gegeneinander lernen und spielen können.

Kabelsalat …
… muss nicht sein. Aber kann. Denn was könnte mehr Spaß machen, als einfach mal einen alten, ausrangieren PC auseinanderzunehmen und das Innenleben zu begutachten? Wer weiß schon, wie genau der alte Monitor funktioniert, wo welche Kontakte in der Maus sitzen und wo sich die Brötchenkrümel in der Tastatur gesammelt haben? Und vielleicht lässt sich aus überlebenden Einzelteilen noch etwas Brauchbares Neues basteln? Es muss ja kein funktionierender Computer sein – eine interessante Skulptur ist für den ersten Versuch auch nicht schlecht. Abgesehen davon fällt findigen Kids und ihren Vätern in der Regel allerlei Unfug ein, den man mit ein paar Kabeln, Lautsprechern, Werkzeug und einem Computer anstellen kann. Haben Sie schon einmal daran gedacht, den Timer vom Computer zu nutzen, um morgens die Stereoanlage im Badezimmer (nicht im Wohnzimmer) losdudeln zu lassen, während die Kaffeemaschine automatisch in Betrieb gesetzt wird?

Multimedial
Das ist das Stichwort, das am Anfang steht – Neugier. Was tun, wenn der Fernseher ausfällt? Kann man mit dem Computer Fernsehprogramm empfangen, speichern, und unterwegs auf dem Mobiltelefon abrufen? Braucht die quengelige Dreijährige wirklich morgens ihre Lieblingssendung im Fernsehen, oder kann man die irgendwie auf den MP3-Player zaubern und unterwegs im Bus zum Kindergarten ansehen? Kinder probieren gerne aus, und das kann man fördern. Lego und ähnliches Konstruktionsspielzeug sind ein Anfang, um die Neugier zu wecken – aber es muss weitergehen. Der Schritt vom einfachen Baukasten über einzelne Chips bis hin zu einem komplexen Netzwerk muss erfolgen, und mit etwas Fantasie und Geduld können Kinder sich das nötige Wissen mit elterlicher Hilfe erarbeiten. Unterhaltungselektronik hat eben doch Unterhaltungswert – in mehrfacher Hinsicht.

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